Archiv für September 2009

Germany’s Flopmode

Dienstag, 8. September 2009

Thomas Fricke, Financial Times, 04. 06. 2009

Die Kritik am deutschen Exportmodell löst hierzulande tiefe Existenzangst und panische Verteidigungsreflexe aus. Dabei wäre es nicht schwer, von der Droge Export loszukommen – und auch besser für das Land.

Quelle: ftd.de

Der Schaden der anderen: Die Zukunft des Kapitalismus (6)

Dienstag, 8. September 2009

Paul Kirchhof, Faz.net, 28.5.09

Unser Denken ist verwirrt. Auf Kredit versuchen wir, das Wachstum in Schwung zu bringen, statt die Staatsschulden abzubauen. Unsere Wirtschaftsakteure müssen dringend wieder in die Verantwortung genommen werden. Eigentum kann es nur noch in begrenzter Freiheit geben, meint der Finanzrechtler Paul Kirchhof.

Quelle: faz.net

Kultur statt Kapital: Doping in C Dur

Dienstag, 8. September 2009

Thomas Steinfeld, sueddeutsche.de, 5.0609

Der Traum vom Eigenheim: Schnee von gestern – heute träumt man von höheren Dingen. Wie uns die Kultur aus der Krise holt.

Laut Volkswirt Meinhard Miegel macht es die Menschen zufriedener, ein Instrument zu spielen als eine große Wohnung zu besitzen. Ein frommer Geist ist in das landläufige Gerede über die Wirtschaftskrise eingezogen, und die Frömmigkeit dient scheinbar: der Kultur. “Fragt man, was macht dich zufriedener, ein Auto oder die Fähigkeit, eine Fremdsprache zu sprechen, dann sagen die meisten: die Fremdsprache”, erklärt der Jurist und Volkswirt Meinhard Miegel in der FAZ vom Mittwoch. “Das gilt auch im Vergleich: große Wohnung oder Fähigkeit, ein Instrument zu spielen. Das Instrument macht zufriedener.”

Quelle: sueddeutsche.de

Wir könnten auch anders: Geht es auch ohne Wachstum?

Dienstag, 8. September 2009

Wolfgang Uchatius, ZEIT-ONLINE

Warum brauchen wir Wirtschaftswachstum? Weil sonst Firmen sterben. Weil dann Menschen arbeitslos werden, arm und unglücklich. Ist das unausweichlich? Eine Alternative muss her.

Quelle: zeit.de

Homo sapiens oeconomicus: Das Schlagloch

Dienstag, 8. September 2009

Mathias Greffrath, Die Tageszeitung, 22.04.09, S. 12

Auf jede Krise folgt neues Wachstum – der zweihundert Jahre alte Glaube treibt nach wie vor die Modelle der “Wirtschaftsforscher” an. … Das Menschenbild der Wirtschaftswissenschaften ist endgültig überholt. Erkenntnisse über den Homo sapiens sollen jetzt dem Homo oeconomicus aus der Patsche helfen.

Quelle: taz.de

Wüstenstrom – Kioto macht’s möglich

Dienstag, 8. September 2009

Axel Michaelowa, Financial Times Deutschland

Noch scheint es zu teuer, die Sonne der Sahara in Strom zu verwandeln. Es sei denn, man nutzt den internationalen Markt für Treibhausgase.

Quelle: ftd.de

Der Kunde als unbezahlter Mitarbeiter: “Wir sind die Schreinerei”


Dienstag, 8. September 2009

Interview Elisabeth Schmidt, 
TAZ, 12/13.07.09

Die Filmproduzentin und Autorin Sigrid Faltin spricht in der “sonntaz” über ihren erhellenden Selbstversuch als Online-Konsumentin bei Ikea, dem Reisebüro und anderswo.

Quelle: taz.de

Arbeitsmarkt: Längst über vier Millionen

Dienstag, 8. September 2009

Kolja Rudio, DIE ZEIT, 02.07.2009 Nr. 28

Die offizielle Arbeitslosenzahl gibt in diesem Jahr besonders wenig Aufschluss. Die wahre Beschäftigungsmisere ist schlimmer.

Quelle: zeit.de

Schulden machen, aber richtig

Dienstag, 8. September 2009

Friederike Spiecker, Le Monde diplomatique, Juni 2009

Das Platzen der spekulativen Kreditblase war unvermeidlich. Erstaunt stellen heute viele Mitspieler im Kasino fest, dass nicht alle beim Wetten gewinnen können. Denn anders als in der Realwirtschaft, wo mithilfe von Krediten immerhin versucht wird, reale Innovationen auszuprobieren und in Produktivitätssteigerungen umzusetzen, sind reine Finanzwetten von vornherein unproduktiv. Die “Innovationen” im Finanzsektor beschränkten sich auf das Neuverpacken und Umverteilen risikobehafteter Papiere.

Quelle: monde-diplomatique.de

Ein sehr klarer Beitrag, der die Risiken des Finanzkreislaufs darstellt, aber auch auf die Unsicherheiten des Kreislaufs Realwirtschaft aufmerksam macht.

Sättigung oder zwei Grenzen des Wachstums

Dienstag, 8. September 2009

John Maynard Keynes hat über die kleine Not des Augenblicks hinausgedacht

von Karl Georg Zinn

Für die dritte Phase charakteristische Konstellation eines (zu) niedrigen Wachstums wird in der Literatur als Stagnation oder auch säkulare Stagnation(10) bezeichnet. Keynes hingegen sprach von “gesättigtem Investitionsbedarf”, der letztlich von der abnehmenden Konsumdynamik herrühre. … Um trotz abnehmenden Wachstums Vollbeschäftigung zu sichern, müsse die Wirtschaftspolitik in drei Richtungen agieren. Erstens müsse sie für eine gleichmäßige Einkommensverteilung sorgen, um den Massenkonsum zu heben und jene Konsumbedürfnisse zu befriedigen, die noch als “sinnvoll” gelten. Keynes scheute sich also nicht, zwischen sinnvollem und rein konsumistischen Verbrauch zu unterscheiden. Zweitens müsse die Staatsquote erhöht werden, um öffentliche Güter in einem dem historischen und kulturellen Entwicklungsstand der Gesellschaft angemessenen Umfang bereitzustellen…

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